
Liam HowlettDie neue Prodigyscheibe wird wieder "dunkeler und härter". Glaubt man dem The Prodigy-Mastermind Liam Howlett, und wen soll man überhaupt glauben, wenn nicht Liam Howlett, so spielt das neue Prodigyalbum als das perfekte Kontrastprogramm zur 2009er Scheibe "Invaders Must Die" auf. Gegenüber dem britrischen NME äußerte sich der Mastermind nun erstmals zum neuen Album.
Wir sind wirklich begeistert davon. Die letzte Platte war eine Art Party-Album, schätze ich. Wir waren alle froh, wieder zusammen zu sein. Aber die besten Stücke des Albums sind die, die weniger davon haben. Es wird ganz bestimmt schwerer, dunkler.",
Das neue Album, das aktuell noch unter dem Arbeitstitel "How To Steal A Jet Fighter" läuft, führt die Band demnach zu alter und gwohnter Stärke zurück . Hatten die , für Prodigy-Verhältnisse, eher sanfteren Töne des letzten Albums (Invaders Must Die, 2009) einigen Fans doch eher schwer im Magen gelegen. Ungeachtet des großartigen Erfolgs des Albums und das damit geglückte Comeback der Band, ist und bleibt die IMD damit eher ein spezielles Album.
Ob das 6. Studioalbum der Band nunmehr bereits 2012 oder ,wie zuletzt in einem Interview mit dem ungarischen "Metropol" angekündigt, erst 2013 veröffentlicht wird, ließ der Brite im Interview gegenüber dem Magazin unbeantwortet. Die NME bestätigt aber ein weiteres mal, dass The Prodigy ihren Auftritt auf dem Download 2012 dazu nutzen werden, das Album erstmals einer großen Masse zu präsentieren.
Damit sollten dann alle vorangehenden Auftritte der Band eher unspektakulär mit der gewohnten Setlist auskommen müssen. Heißt aber im Umkehrschluß auch, dass das deutsche Publikum mit dem später stattfindenden Auftritt auf dem SonneMondSterne bereits in den Genuß des neuen Songmaterials kommen dürfte.
Positive Töne aus dem Hause Prodigy. Man wird wieder härter und stärker. Seit dem notorischen Fehlen jeglicher Tiefbass-Dynamik der letzten Veröffentlichungen, hegt das alte Raver-Herz nun wieder die Hoffnung, in naher Zukunft endlich wieder auf Trap gebracht zu werden. Prodigy waren und sind immer am Bestenn, je rauher und härter die Beats durch die Äther geprügelt wurden. In dieser Hinsicht, macht das Warten auf die neue Scheibe und die damit einhergehende Vorfreude schon jetzt einen riesigen Spass.

