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Die Schlammschlacht des Southside.2010 avancierte mit dem Auftritt von The Prodigy zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle beteiligten. Über 50000 Festivalbesucher, das Southside vermeldete noch im Vorfeld des Festivals ausverkauftes Haus, ließen sich nicht beirren und feierten die ElektroPunks als ob es keinen nächsten Morgen gäbe.
3 Tage Dauerregen haben das Southside in eine aufgeweichte Schlammwüste verwandelt und mit Nachttemperaturen im deutlich einstelligem Bereich war das neuenstandene Feuchtbiotop alles andere als sommerlich angenehm. Trotzdem zeigte sich der Bereich vor der Bühne unmittelbar vor dem Konzert bis auf den letzten Platz gefüllt und gebannt warteten die Festivalbesucher auf den Beginn einer grandiosen Prodigyshow.
prodigycrowd
The Prodigy starteten relativ pünktlich ihre Show auf der immens hohen Bluestage mit dem gewohntem Intro und dem regulärem Prozedere. Einzig die etwas irritierende Hasenmaske, hinter der Liam sich versteckte, darf als ungewöhnliche Neuerung im Startritual gelten. Wobei es im weiteren Verlauf des ganzen Konzerts zu keinen weiteren Veränderungen des gewohnten IMD-sets kommen sollte. Die Tracklist orientierte sich im großen und Ganzen an die schon auf dem Springbreak gespielte Fassung.
Als herausragend darf sicher die neueste Zutat - Thunder Dub gelten. Dass die alten Klassiker, wie Smack my Bitch up, Breathe und Firestarter weiterhin funktionieren, braucht hier nicht weiter erörtert zu werden. Leider verzichtete The Prodigy auf den , während der Deutschlandtour, wiedererweckten Always Outnumbered-Track Spitfire. Schade. Ich persönlich würde hier lieber auf den ein oder anderen gespielten Song verzichten wollen und statt dessen die ein oder andere Abwechslung im Set begrüßen. Their Law und Run haben defintiv eine Livepause verdient. Sicher - es macht Spaß die Band bei jedem einzelnen Song zu beobachten und die geschmeidigen Basslines auf sich wirken zu lassen. Aber das Portfolio der Band bietet so viele ebenbürtige Livesongs. Sei es drum. Fest steht, dass das gut 75 minütige Set seine Wirkung nicht verfehlte und dem frierenden und durchgeweichtem Publikum eine grandiose Show geboten hat. Eine sichtlich sehr gut aufgelegte Band tat hier ihr übriges.
Nach dem Konzert hatte ich noch einmal Gelegenheit kurz mit der Band zu plaudern. Hier bestätigte man mir und meiner Crew noch einmal, dass man, nach den bereits bestätigten Septembergigs in Skandinavien definitv in eine Livepause gehen wird, um neues Songmaterial aufnehmen zu können. Momentan zielt aber ersteinmal alles auf das hauseigene "Warriors Dance"Festival in Milton Keynes hin. Hier bereitet die Band derzeit die Show und Setlist vor, um dem Publikum eine nie dagewesene Show zu bieten. Ob Elemente dieser Show, dann beim defintiv letztem deutschem Auftritt auf dem Taubertal im August (15.08.) gredenzt werden, ließ man auf dem Southside noch offen.
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